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Interior Design

Im letzten Jahr war ich nach knapp 13 Jahren Selbständigkeit in meiner Nähwerkstatt an einem Punkt angelangt, an dem ich mir überlegte wie ich beruflich weitermachen soll. Bis zum Pensionsalter habe ich noch dreissig Jahre. Ich konnte mir nicht mehr vorstellen, bis dahin gleich weiter zu machen wie bisher.
Meine Krise bekamen zum Teil auch meine langjährigen Kunden mit. Sie kannten mich mittlerweile so gut, das sie erkannten das mir die Freude etwas abhanden gekommen war.
Nach langer Auseinandersetzung mit mir selbst hat sich dann der Weg offenbart: Im August 2016 startete ich mit der Ausbildung zur Interior Designerin und beginne im August 2017 den Bauvorkurs.
 
Warum habe ich mich für diesen Weg entschieden? Raumgestaltung hat mich schon immer interessiert. Das beweisen meine Berge an Bücher und Heften zu diesem Thema. Das Erarbeiten von Vorhängen oder sonstigen Dekorationen war und ist auch immer wieder ein Thema in der Nähwerkstatt. Daher bin ich der Überzeugung, das sich dieses Berufsfeld gut in meine bestehende Firma integrieren lässt.

 
Das Zeichnen von Räumen in konstruierter Rasterperspektive ist für mich noch immer neu. Auch das Zeichenbrett mit Raster und Reissschiene ist ein noch neues Arbeitsmittel.

 
Aber es ist wahnsinnig spannend und macht mir Freude.
 Eine Isometrie zu zeichnen für die Planung eines Badezimmerumbaus hätte ich mit vor einem Jahr ebenfalls noch nicht vorstellen können.


Die Freude ist wieder da.
Treu bleibe ich natürlich auch meinem jetzigen Berufsfeld, dem Herstellen von Bekleidung. Die neue Motivation hat mir auch spannende Aufträge beschert, über die ich hier sicher berichten werde.
Bis dahin könnten alle die sich dafür interessieren, meine neue Homepage ansehen:
www.samos-naehwerkstatt.ch

Herzliche Grüsse
Sandra
 


Kommentare

  1. Alles Gute Sandra, manchmal muss man einfach etwas Neues wagen! Die Zeichnungen sehen super aus, aber ich wundere mich ein bisschen, dass ihr das nicht an einem Cad macht, oder kommt das erst später dran?

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    1. Hallo Carmen! CAD ist natürlich nicht mehr wegzudenken, damit sich Aufwand und Ertrag die Waage halten. Trotzdem lernen wir in der Schule alles manuell zu zeichnen. Es geht darum, genau zu verstehen wie eine Perspektive oder eine Isometrie entsteht. Dann ist es auch am CAD keine Hexerei mehr. Zudem muss zum Teil vor dem Kunden gezeichnet werden, das klappt besser mit Übung. Ein weiterer Grund: Perspektivische Zeichnungen vom CAD wirken platt und leblos, eher wie eine Fotografie. Eine Handzeichnung lebt, ist klar als das zu erkennen und es bleibt bei der Umsetzung des Projektes mehr Spielraum. Der Kunde wird weniger festgefahren. Selbst bekanntere Innenarchitekten machen ihre Zeichnungen grundsätzlich nur von Hand.
      Jeder kann selbst entscheiden, welche Arbeitsweise später bevorzugt wird. Liebe Grüsse Sandra

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